Antrag der Haller SPD-Ratsfraktion

Offene Ganztagsschule

Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Fraktion HalleWestfalen



Frau
Bürgermeisterin
Anne Rodenbrock-Wesselmann



HalleWestfalen, 05.02.03


Einführung der offenen Ganztagsgrundschule in Halle


Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Rodenbrock-Wesselmann,

die SPD-Fraktion stellt folgenden Antrag:

Der Rat der Stadt Halle beauftragt die Verwaltung, unverzüglich ein bedarfs-gerechtes Gesamtkonzept zum Ausbau von Ganztagsangeboten für Schulkinder im Primarbereich zu entwickeln. Dabei soll das für Februar angekündigte Konzept der Landesregierung zur „Offenen Ganztagsgrundschule“ einbezogen und unter Berücksichtigung der örtlichen Bedingungen umgesetzt werden.

Um den unterschiedlichen Belangen der Kinder und der Eltern sowie den Erfordernissen einer sinnvollen Förderung der Bildung und Erziehung Rechnung zu tragen, sollen in der offenen Ganztagsgrundschule Lehrerinnen und Lehrer mit anderen Professionen zusammenarbeiten und

· einen Beitrag zu mehr Bildungsqualität und Chancengleichheit leisten,

· den Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag von Schule und Jugendhilfe verknüpfen sowie

· Eltern die Sicherheit geben, dass ihr Kind gut und verlässlich aufgehoben ist.


Begründung:
In den letzten Jahren wurden ganztägige Betreuungsangebote für Schulkinder insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Vereinbarkeit von Beruf und Familie diskutiert. Neben diesem wichtigen gesellschaftlichen Anliegen wurde der Bildungsaspekt weitgehend aus dem Blick verloren. Nach der Veröffentlichung der PISA-Studie gewinnt der Bildungsaspekt verstärkt an Bedeutung. Eine Ganztagsgrundschule eröffnet die Chance, mehr Zeit für zusätzliche Bildungs- und Förderangebote zu gewinnen.

Es gibt unterschiedliche Formen von Ganztagsangeboten. Das sind: Hort, Schülertreff in Tageseinrichtungen (SiT), schulische Angebote und Angebote der Jugendhilfe. Sie haben sich nebeneinander entwickelt und ergänzen sich. Ziel ist es, sie schrittweise unter dem Dach „Schule“ zusammenzuführen. Gelingen kann nur in der bewährten gemeinsamen Verantwortung von Land, Kommunen, freien Trägern und Eltern.

Erforderlich ist deshalb ein Gesamtkonzept, welches die verschiedenen Ressourcen und Kompetenzen von Schule, Jungenhilfe und anderen Akteuren, z.B. Kultur und Sport, einbezieht und schulbezogen weiterentwickelt.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Bölling
Fraktionsvorsitzender
Ergebnis: Mit Schuljahresbeginn 2005/2006 werden in Halle mittllerweile drei Grundschulen Klassen im offenen Ganztagsbereich anbieten. Die ist ein großer Erfolg und mittlerweile hat auch die CDU erkannt, dass die offenen Ganztagsgrundschule ein sinnvolles Angebot ist.

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